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Young Improvisers 2006

Als Fortsetzung des Projekts "Young Improvisers' Orchestra" (2002-2004) wurde musikalisch fortgeschrittenen Schülern des Reinoldus- und Schiller-Gymnasiums Dortmund-Dorstfeld, die an früheren Projekten teilgenommen hatten, die Möglichkeit gegeben, zusammen mit Guido Schlösser ein neues Programm zu erarbeiten und im Dortmunder Café Corso vorzustellen. Organisationsleiterin des Projekts war die Musiklehrerin Margarete Bastian.

Zur Band gehörten ein Altsaxophonist, ein Posaunist, ein Pianist, ein Gitarrist, ein Bassgitarrist und zwei Schlagzeuger, die sich abwechselten. Guido Schlösser arrangierte sieben seiner Kompositionen für diese Besetzung. Hatte der Schwerpunkt in den früheren Projekten auf der Improvisation gelegen, standen nun Probendisziplin und das Erarbeiten fester Arrangements im Mittelpunkt, zumal die Bandmitglieder selbst das Bedürfnis danach geäußert hatten.

Verschiedene Formen der Notation (ausgeschriebene Arrangements, Leadsheets) wurden vorgestellt. Hauptschwerpunkt der Arbeit war die Vermittlung von Probentechnik. Einzelunterricht bereitet Instrumentalschüler oft überhaupt nicht auf den Einsatz in einer Band vor, was bei Instrumenten, die ausschließlich aus der Jazztradition stammen wie beispielsweise das Drumset, sehr verwundert. Defizite bestanden auch bei der visuellen Kommunikation zwischen den Bandmitgliedern.

Bei der Abschlussaufführung auf einer fremden Bühne zeigte sich, dass die neu erlernten Techniken des Zusammenspiels noch nicht bei allen Bandmitgliedern genügend internalisiert waren, um bei allen Stücken einen befriedigenden Erfolg zu erzielen. Ein DVD-Mitschnitt diente hier zur Analyse der Erfolge und insbesondere der Fehler, die der mangelnden Kommunikation unter Auftrittsbedingungen entsprangen.

Ebenso wie das Projekt mit der Big Band des Pestalozzi-Gymnasiums Unna zeigt "Young Improvisers 2006", wie sinnvoll der Einsatz professioneller Bandmusiker an Schulen ist. Bands, gleich welcher Stilistik, bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre instrumentalen Fähigkeiten in einem größeren, musikalisch sinnvollen Verband einzusetzen. Im Gegensatz zu Ensembles mit chorischen Sätzen ist die musikalische Verantwortung des einzelnen ungleich höher. Gerade die Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung in einem Team ist aber ein Erziehungsziel, das den in Bezug zur Zahl der Schüler hohen Personalaufwand lohnt.



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